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© Neue Luzerner Zeitung; 2003-08-26; Fragen zum 11. September


Zwei Sachbücher arbeiten fürs breite Publikum die Anschläge vom 11. September 2001 auf. Sie könnten nicht gegensätzlicher sein.

VON ANDREAS TUNGER-ZANETTI

Auf beiden Büchern springt dem Interessierten schon ein Kleber entgegen: «Sachbuch des Monats». Doch da hört das Gemeinsame schon fast auf. Das Buch «11. September. Geschichte eines Terrorangriffs», zusammengestellt von der Redaktion des deutschen Magazins «Der Spiegel», bietet eine Art literarischer Reportage des allgemein bekannten Geschehens. Gerhard Wisnewskis «Operation 9/11» stellt genau diese Version radikal in Frage. Er tut es nicht als Erster, aber immer noch spannend und genau wie für seine Fernsehdokumentation in der deutschen ARD.

Verschwörung anders herum
Wisnewski liest die Ereignisse des 11. September 2001 nicht als eine Operation islamischer Terroristen, sondern als Komplott der US-Regierung. Er zeigt zahllose Ungereimtheiten in der offiziellen Version auf, die diesen Schluss stützen. Warum etwa hat das FBI das Testament von Mohammed Atta, dem Anführer der 19 Terroristen, nur in englischer Übersetzung, aber nicht als arabisches Originaldokument veröffentlicht? Warum sind die amtlichen Berichte über die Identifizierung der Opfer bei den Abstürzen im Pentagon und in Pennsylvania so wortkarg? Warum beobachteten die Fluglotsen am Radar so seltsame Schlenker an den Flugrouten der entführten Maschinen? Warum reagierte die US-Luftwaffe so spät? Warum sassen in der Pentagon-Maschine auffällig viele Militärs und Waffenexperten? Warum stürzten die Türme des World Trade Center so sauber zusammen? Und so weiter und so fort.

Teilweise überzeugend
Schritt für Schritt zeigt Wisnewski, wo die offizielle Version nicht aufgeht und was alles dafür spricht, dass US-Regierung und FBI die Attentate inszeniert und dabei eine gewisse Anzahl von Opfern in Kauf genommen haben. Das Motiv wäre gewesen, die nachfolgenden Kriege und weltweite Überwachung zu rechtfertigen.
Ungeheuerlich! Aber undenkbar? Wisnewski kann zumindest auf die Teilparallele von Pearl Harbour verweisen sowie auf jüngere Planspiele und Dokumente der US-Regierung, die seinen Verdacht vage stützen. Im Detail sind seine Argumente unterschiedlich zwingend. Insbesondere Überlegungen zur Psychologie und Politik sind ihrer Natur nach «weich» und in diesem Fall oft nicht überzeugend. Und zu Expertenmeinungen über brennende Wolkenkratzer finden sich immer auch Gegenexperten. Aber immerhin weist Wisnewski seine Quellen in 322 Fussnoten und einer dreiseitigen Literaturliste nach.

Wertlose Details
Nichts davon beim «Spiegel». Er nimmt offenbar sämtliche «Fakten» aus der US-Regierungsküche ungeprüft für korrekt, recherchiert auch selber fleissig und erwartet im übrigen Respekt vor der Gemeinschaftsleistung der 48 «Spiegel»-Mitarbeiter. Da erfährt man, dass schon der Onkel des polnischstämmigen Fensterputzers am World Trade Center Amerikaner war, und was im Bankettsaal im 106. Stock am 11. September auf dem Menu stand, und hunderte von Details derselben wertlosen Währung. Geschrieben ist das Ganze mit einem manchmal penetranten literarischen Anspruch. Quellenkritik findet nicht statt, das Buch enthält keinen einzigen exakten Quellennachweis. Dafür immer wieder suggestive Phrasen wie diese: «Religiöser Fanatismus? Natürlich.» Der Leser muss dem «Spiegel» vertrauen sofern er das Buch als Sachbuch lesen will oder das Ganze als mittelmässige literarische Reportage über ein historisches Ereignis nehmen.

Unbeantwortete Fragen
Am ergiebigsten ist das Kapitel, das die Ermittlungen der deutschen Behörden ausbreitet. Der «Spiegel» stellt dabei «eine seltsame Schieflage» fest: «Die deutschen Fahnder finden eine Menge heraus und teilen es den Kollegen in Amerika und anderswo mit aber wenig kommt zurück.» Klar ist nur, dass es die Hamburger Terrorzelle und ein breites Umfeld mit Kontakten nach Afghanistan gab.

Flogen also doch Atta & Co. vier Flugzeuge mit etwa 250 Menschen an Bord in den Tod? Vielleicht.
Vielleicht flogen sie auch nur in die New Yorker Türme mit Vorwissen des FBI, das die andern beiden Abstürze simulierte. Oder das FBI entführte die Entführer und simulierte alle vier Anschläge? Die vielen möglichen Antworten sollte man nicht, wie der «Spiegel» es in der Ausgabe vom 14. 10. 2002 tat, lächerlich machen, sondern prüfen und mit Fakten erhärten oder widerlegen. Das verlangen im Übrigen auch zahlreiche US-Bürger, zum Beispiel im Internetforum «Unbeantwortete Fragen» (www.unansweredquestions.org). Sie fragen sich, warum die US-Behörden zu so vielen Unklarheiten keine Originaldokumente vorlegen oder einfach schweigen.

Gerhard Wisnewski: Operation 9/11. Angriff auf den Globus, München, Knaur, 414 Seiten, Fr. 22.60
Stefan Aust / Cordt Schnibben (Hg.): 11. September. Geschichte eines Terrorangriffs, München, dtv, 288 Seiten, Fr. 21,90


 
  
 
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