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be the first to know - if you have a calculator CNN


Der heutige Börsentaucher veranlasste CNN, die bisher in der Vergangenheit meist nach oben zeigenden % Zahlen, vorübergehend zu entfernen.

Auch eine Art um dank der im Kopfrechnen Schwächen aufweisenden Investoren die Panik in Grenzen zu halten.

Der nächste Rutsch kommt bestimmt.....


 

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Kreditblase zum Bersten gefüllt


Noch nie ist so viel Geld zu so geringen Renditen an bonitätsmässig so schlechte Schuldner ausgeliehen worden. Die Gefahr einer heftigen Korrektur steigt.

Von Robert Mayer

Der 7. Juni könnte als Wendedatum in die Annalen der Obligationenmärkte eingehen. Vor drei Wochen war die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen (Treasury bonds) nach einem rasanten Anstieg von mehr als einem halben Prozentpunkt über die Marke von 5,05 Prozent geklettert - und damit aus einem 20 Jahre währenden Abwärtstrend ausgebrochen. Erste Kommentatoren verkündeten daraufhin bereits den Beginn einer neuen Ära stetig steigender Kapitalmarktzinsen. Seither hat sich die Rendite 10-jähriger Treasury bonds in einem Band zwischen 5,1 und 5,25 Prozent bewegt.

Für die globale Finanzgemeinde ist diese Rendite die massgebliche Fixgrösse: Sie besagt, wie viel die risikofreie Geldanlage abwirft. Auf dieser Basis bewertet der Markt alle übrigen Anlagekategorien, die je nach Risiko einen kleineren oder grösseren Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen aufweisen.
Eben diese Renditeaufschläge - im Fachjargon «spreads» genannt - bereiten etlichen Marktbeobachtern Kopfzerbrechen. Sind sie doch auf historische Tiefstände abgeschmolzen. Laut dem «Wall Street Journal» beträgt der «spread» für unterklassige Schuldner (mit einem Rating von BB+ und weniger) in den USA gegenüber Treasury bonds weniger als 3 Prozentpunkte, verglichen mit dem 20-jährigen Mittelwert von 5,4 Prozentpunkten. Analog verhält es sich in Europa: Hochverzinsliche, sprich: risikoreiche Schulden rentieren nur etwa 2,2 Prozentpunkte mehr als risikolose Staatsanleihen - 2002 betrug diese Differenz noch 11,5 Prozentpunkte, wie Stefan Muheim, Fondsmanager bei Clariden Leu, herausstreicht.

Hohe Risikobereitschaft
Nie zuvor war der Risikoappetit von Investoren grösser als heute. Als ein Grund dafür gelten die extrem niedrigen Ausfallraten bei Krediten, wie sie dank der weltweit guten Wirtschaftslage zu verzeichnen sind. Im letzten Jahr wurden in den USA weniger als 1 Prozent aller hochverzinslichen Anleihen nicht mehr bedient _ ein absoluter Rekordwert. Zum Vergleich: Von 1970 bis heute liegt die durchschnittliche jährliche Ausfallrate bei 3,4 Prozent.
Gleichzeitig haben Innovationen wie strukturierte Produkte die Risikolust der Investoren stimuliert. Anders als früher behalten grosse Kreditgeber wie Banken ihre Ausleihungen nicht mehr in den eigenen Büchern. Vielmehr fassen sie ihre Kreditvergaben in grossen Pools zusammen und bilden daraus einzelne, nach Risikograd unterteilte Tranchen, die sie dann an Investoren wie Hedge Funds, Versicherungen oder Pensionskassen verkaufen. Vor allem Hedge Funds finanzieren den Kauf dieser strukturierten Produkte («collateralized debt obligations», CDOs) mit viel Fremdkapital, um die Rendite auf dem Eigenkapital auszureizen.

Erst die CDOs haben es den Private-Equity-Gesellschaften überhaupt ermöglicht, die Mittel für ihre milliardenschweren, überwiegend fremdfinanzierten Firmenübernahmen rund um den Globus aufzubringen. Allerdings machen sich in den USA jetzt erste Anzeichen von Verdauungsbeschwerden bemerkbar: Die Investoren geben sich gegenüber hochverzinslichen Anleihen deutlich zurückhaltender als noch vor ein paar Wochen. Manche Beobachter malen schon das Gespenst eines Käuferstreiks an die Wand.

US-Hypomarkt als Menetekel
Wie schnell der Wind drehen kann, hat der amerikanische Hypothekarmarkt eindrücklich vor Augen geführt. Auch dort hatten Banken ihre grundpfandgesicherten Darlehen gepoolt, tranchiert und weiterverkauft. Die aufziehende Krise im US-Immobiliensektor liess dann den Wert der als Sicherheit dienenden Liegenschaften einbrechen. In die Bredouille gerieten besonders jene Investoren, welche die bonitätsmässig schlechtesten Hypothekartranchen erwarben und überwiegend fremdfinanzierten. Zu den prominenten Opfern gehören zwei Hedge Funds der Investmentbank Bear Stearns, deren Kollaps bislang noch durch Kapitalspritzen von über 3 Milliarden Dollar vermieden werden konnte.
Wird der Funken nun von den Hypotheken auf den Markt für Unternehmensanleihen überspringen? Aus Sicht von Stefan Muheim steigt das Risiko, dass «aus einem bisher rein sektoriellen Problem ein breiteres Kreditproblem» erwachsen könnte. Gefährlich würde es für den Obligationenmarkt dann werden, wenn die Konjunktur in den USA wegbricht, dadurch die Cash-flows der Unternehmen austrocknen und die Kreditausfälle steigen. Derzeit, so Muheim, gebe der Konjunkturausblick aber keinen Anlass für solchen Pessimismus.

Auch Luciano Jannelli, bei der Bank Julius Bär unter anderem für das Anleihen-Research zuständig, sieht gegenwärtig «keine akute Ansteckungsgefahr» für die Firmenanleihen. Falls es dennoch Signale dafür gebe, rechnet er mit einem Eingreifen der US-Notenbank Fed, sprich: mit einer Senkung der Leitzinsen.

Angesichts der rekordtiefen Risikoaufschläge für Unternehmens- und Emerging-Market-Anleihen räumt Jannelli zwar «gewisse Übertreibungen» im Markt ein. Dennoch seien die rückläufigen «spreads» durch fundamentale Entwicklungen der letzten Jahre unterlegt. Einerseits hätten viele Unternehmen die Chancen globalisierter Märkte zu nutzen gewusst und ausserdem ihre Bilanzen deutlich gestärkt. Anderseits sei es Ländern wie Russland und Brasilien gelungen, ihre Aussenschulden weitest gehend abzubauen.

Vor dem finalen dritten Akt?
Jannellis Zuversicht kontrastiert mit der Einschätzung von Stephen Roach, bis vor kurzem Chefökonom von Morgan Stanley. Er bezeichnete den eingangs geschilderten Anstieg den Anleihenrenditen in den USA - der von einem entsprechenden Einbruch der Bondpreise begleitet war - unlängst als «zweiten Akt» des laufenden Normalisierungsprozesses bei den Zinsen. Für den ersten Akt seien die Notenbanken mit ihren Leitzinserhöhungen besorgt gewesen. Nun steht nach Meinung von Roach noch der dritte Akt bevor: Ein «Ausverkauf» bei den Schwellenländer- und Firmenanleihen, der auch deren Risikoaufschläge wieder in normalere Höhen steigen lässt.
Welche Prognose am Ende auch zutrifft, davon hängen nicht allein Wohl und Wehe ungezählter Anleger ab. Da in den hochverzinslichen Anleihen Hunderte Milliarden Dollar zur Disposition stehen, sind im schlechteren Fall - beim Platzen der Kreditblase - Schockwellen für die Realwirtschaft wohl unvermeidlich.


 

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Experte warnt vor Börsen-Crash


Der Börsenexperte Wolfgang Gerke warnt vor einem deutlichen Rückschlag am deutschen Aktienmarkt. Der Einbruch werde aber nicht so schlimm wie im Jahr 2000.

Der Dax ist seit vier Jahren kräftig im AufschwungDer Rückschlag werde nicht in der gleichen Stärke passieren, weil die Übertreibungen nicht so heftig seien wie damals, aber es werde eine Rückkehr geben hin zu einer nüchterneren Betrachtung, sagte der Präsident des Bayerischen Finanzzentrums und frühere Leiter des Lehrstuhls für Bank- und Börsenwesen an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Der deutsche Aktienindex Dax ist derzeit mit über 7700 Punkten nur noch gut fünf Prozent von seinem höchsten je erreichten Stand bei 8136,16 Punkten im März 2000 entfernt. Wie tief das Börsenbarometer fallen könnte, möchte Gerke nicht prognostizieren. Fest steht für ihn aber: „Mit einem Abschlag von zehn Prozent wären wir wieder auf gesundem Niveau.“ Den Grund für die Korrektur sieht der Experte in der Denkweise der Anleger. Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten seien positiv, und das schrieben viele bedenkenlos in die Zukunft fort. Doch die guten Entwicklungen seien bereits jetzt in den Aktienkursen enthalten.

Gegenüber 2000 hat sich dem Börsenexperten zufolge viel verändert. Die extremen Übertreibungen, hervorgerufen durch die Interneteuphorie, sind seiner Meinung nach überwunden. „Wer damals nur Dax-Werte kaufte, galt als antiquiert“, erinnert sich Gerke, „die Leute kauften teils blind substanzlose Einzelwerte.“ Heutzutage sei dagegen eher der Aktienmarkt allgemein gefragt.

Als Problem für die Stabilität der Märkte sieht der Experte die geopolitische Lage an. Die Bedrohung sei heute stärker als noch vor ein paar Jahren. Krisenherde wie etwa im Libanon, in Iran oder Irak seien eine latente Gefahr für die Märkte. „Eine besonders dominante Rolle spielt der Terror“, sagt Gerke.

Aktien dennoch die beste Lösung

Für die Anleger gibt es seiner Ansicht nach derzeit wenig Alternativen: Die Investition in festverzinsliche Papiere sei bei den derzeitigen Zinsniveaus noch nicht attraktiv. „Wer hohe Renditen haben will, muss auch hohe Risiken eingehen“, sagt der Experte. Auch die private Altersvorsorge begünstige die Aktienanlage. Der Zwang der Industrienationen zur Kapital gedeckten Vorsorge sei enorm, und die erzielbare Rendite auf lange Ansparperioden bei der Aktienanlage am höchsten.


 

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