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George Soros sieht kein Ende der Finanzkrise


Der Marktfundamentalismus der Ära Reagan/Thatcher sei schuld an der tiefen Krise. Dies sagt der bekannte Investor und Mäzen George Soros.

Was tun als Anleger oder als Immobilienbesitzer in diesen unsicheren Zeiten? «Sie müssen sehr vorsichtig oder sehr flink sein», empfiehlt George Soros. Der milliardenschwere Investor und Philanthrop ist derzeit auf Tournee, um vor der «schwersten Finanzkrise seit den Dreissigerjahren» zu warnen. Aber auch, um für sein neues Buch zu bewerben: «Das neue Paradigma für Finanzmärkte - die Kreditkrise und was sie bedeutet» soll im Mai in den Buchläden aufliegen. «Das Gesicht eines Propheten» hat die «New York Times» vor ein paar Tagen ein Porträt des 77-jährigen überschrieben.

Auch in Brüssel wird der Ungare mit amerikanischem Pass wie ein Prophet empfangen. Gastgeber ist eine der Denkfabriken in der EU-Hauptstadt, gekommen sind Diplomaten, EU-Beamte, Professoren, Mitarbeitende von Finanzinstituten. Sie alle hoffen auf Rezepte und wollen vor wissen, ob die Talsohle schon erreicht ist.

Soros sagt, er habe schon viele Krisen und Spekulationsblasen gesehen, doch jetzt habe man es mit einer «Superblase» zu tun und die am Platzen sei. Glaubt man dem Milliardär, gärt diese Blase schon seit Anfang der Achtzigerjahre. In der Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher sei mit dem «Marktfundamentalismus» der Nährboden für die Krise geschaffen worden.

Der Marktfundamentalismus gehe von der falschen Wahrnehmung aus, dass die Finanzmärkte ihre eigenen Exzesse automatisch selber korrigierten und immer ein Gleichgewicht anstrebten. Tatsächlich hätten die Finanzbehörden bei jeder Krise durchaus interveniert, mehr Geld ins System gepumpt und die heutige «Superblase» überhaupt erst möglich gemacht.

Für George Soros geht eine Ära zu Ende. Es reiche nicht, nur die Geldmenge zu regulieren. Nötig sei auch eine Form der Kreditkontrolle, die so kompliziert geworden seien, dass die Banken die Risiken nicht mehr richtig berechnen könnten.

Soros will keine Prognose abgeben, wann die Krise ausgestanden ist. Er rechnet damit, dass in den nächsten Monaten noch «viel Kapital vernichtet wird». Er gibt sich in Brüssel bescheiden und äussert seine Tipps gerne auch verklausuliert. Er habe die Krise viel früher erwartet, und am Anfang dieses Jahres sei er fälschlicherweise davon ausgegangen, es gehe bereits wieder bergauf. Manchmal gehe es ihm wie dem Jungen, der vor dem Wolf warne und dem beim dritten Mal niemand mehr glaube.

George Soros hat fast immer den richtigen Riecher gehabt. Eigentlich hatte er zuletzt die Zügel seines Investmentfonds abgegeben und sich ganz seiner Stiftung gewidmet, die in Osteuropa und Russland mit viel Geld Bürgergesellschaft und Demokratisierung unterstützt. Im letzten Jahr kehrte er jedoch zurück, warnte als erster vor einer Rezession in den USA, richtete die Strategie auf Abschwung aus und verdiente mit seinem Fonds 2,9 Milliarden Dollar.


 

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ex UBSler Luqman Arnold "Wir sprechen aus, was viele denken»


Luqman Arnold glaubt zu wissen, wie man aus der UBS eine bessere Bank macht. Er ist überzeugt, Peter Kurer sei die falsche Wahl für das UBS-Präsidium.
Arnold reiste zur Erläuterung seines Standpunkts eigens nach Zürich.

Mit Luqman Arnold sprach Martin Vetterli

Ihre Investmentgesellschaft Olivant hält heute 0,7 Prozent an der UBS. Weshalb Ihr Vorstoss jetzt?

Mit dem Brief wollen wir in einen offenen Dialog mit dem Verwaltungsrat treten, ebenso mit der Öffentlichkeit und anderen Investoren. Aus einem nahe liegenden Grund: Wir glauben zu wissen, wie wir aus der UBS eine viel bessere Bank machen und relativ schnell den Shareholder Value des Unternehmens wiederherstellen können.

Sie verliessen die UBS vor sieben Jahren im Streit. Was war damals der Grund für Ihren Abgang?

Ich ging, weil ich mit der damals vorgeschlagenen und 2002 dann eingeführten Corporate Governance nicht einverstanden war.

Was genau führte zum Bruch?

Die Probleme, die sich aus der damals eingeführten Art der Corporate Governance ergeben, belasten die Bank noch heute. Sie hat es einer Gruppe von Spitzenmanagern erlaubt, die Kontrolle über die Aufsicht der Bank an sich zu reissen. Und diese Gruppe versteckt sich seither hinter diesem doch sehr eigenartigen Konzept.
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Das heisst: Marcel Ospel und seine Weggefährten haben damals ein System geschaffen, das sie auf Dauer an der Macht hält.

Das ist genau so. Alle exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats waren zuvor im Management tätig. Das war bei Marco Suter der Fall, der im letzten Herbst als Finanzchef wieder zurück ins Management wechselte. Das ist jetzt bei Peter Kurer so, der als Chefjurist in den Verwaltungsrat gewählt werden soll. Diese Leute überwachen den Verwaltungsrat, bestimmen den Informationsfluss und entscheiden über dessen Agenda. So kann es doch nicht gehen.

Was ist schief gelaufen bei der Suche von Ospels Nachfolger?

So wie der Prozess aufgesetzt wurde, musste er fehlschlagen. So war der aktuelle Präsident in die Suche seines Nachfolgers involviert. Dann war unklar, ob der Gesuchte Marcel Ospels oder Marcel Rohners Job übernehmen soll. So kann man keinen guten Kandidaten finden. Wir sagen ja nur: Bitte, bitte, führt einen ganz normalen Findungsprozess durch – und ihr werdet einen ausserordentlich guten Verwaltungsratspräsidenten finden!

Aus dem System Ospel heraus betrachtet, war Kurer die richtige Wahl. Er ist ein Repräsentant dieses System.

Aus dieser Perspektive betrachtet ist das so.

Warum ist Peter Kurer die falsche Person?

Über Peter Kurer als Kollege und Chefjurist kann ich absolut nichts schlechtes sagen, im Gegenteil. Ich sage nichts gegen ihn als Persönlichkeit, sondern lehne nur seine Wahl in dieses Amt ab. Die UBS steckt in ihrer tiefsten Krise. Sie ist Flagschiff des Finanzplatzes und der Schweiz. Deshalb braucht es jemand an der Spitze, der über einen strategischen Einblick verfügt, das Risikomanagement beherrscht, kommunizieren kann und Erfahrung in der Führung eines Konzerns hat. Und er muss unabhängig sein. Nur so kann er einen klaren, neuen Ansatz einbringen können.

Warum?

Personen von innerhalb des Systems mangelt es an Distanz. Wie können die nach sechs sieben Jahren die Probleme noch sehen? Sie sind längst Teil des Systems geworden. Was die UBS jetzt braucht, ist eine neue Form der Gewaltentrennung und eine neue Strategie.

Sie suchen Mr. Superman. Gibt es den?

Absolut. Aber nur wenn man sucht, wird man ihn finden. Es gibt Personen, welche diese Kriterien zu 80 bis 90 Prozent erfüllen. Das ist genügend nahe an Mr. Superman, um für diesen Job qualifiziert zu sein. Aber nochmals: Sie haben nicht wirklich gesucht.

Wer ist Ihr Mr. Superman?

(Lacht) Sie wollen meinen Vorschlag? Nein, nein, den behalte ich für mich.

Sie fordern die Aufspaltung der UBS und wollen um die Vermögensverwaltung eine Schutzmauer ziehen?

Das ist der absolut zentrale Punkt.

Wie soll das gehen?

Zwei Dinge sind notwendig. Erstens müssen Sie die Kapitaldecke so stärken, dass niemand mehr Angst haben muss, dass zu wenig Kapital vorhanden ist. Das ist mit der jetzt vorgeschlagenen Kapitalerhöhung nicht gewährleistet. Zweitens muss man in solchen Situationen akzeptieren, dass man unter Umständen etwas verkaufen muss, was man lieber behalten würde. In solchen Situation muss man sich für den Weg entscheiden, der das Geschäft am wenigsten tangiert, und der sicherstellt, dass das Unternehmen mit dem Maximum an Kapital ausgestattet wird. Nur so ist es möglich, die Bank zu stabilisieren. Aber nochmals: Zentral ist, dass das Private Banking auf jeden Fall geschützt wird.

Was muss die Generalversammlung am 23. April entscheiden, damit die von Ihnen vorgeschlagene strategische Kehrtwende vollzogen werden kann?

Wir haben keine 19-Tage-Perspektive, wir sind ein mittelfristig ausgerichteter Anleger. Am dringendsten ist im Moment ein offener Dialog über die Person des nächsten Verwaltungsratspräsidenten. Es muss eine offene und professionelle Suche nach einem Kandidaten eingeleitet werden. Deshalb soll die Generalversammlung sicherstellen, dass ein Sitz im Verwaltungsrat unbesetzt bleibt. Wird Herr Kurer gewählt, ist das Quorum von maximal zwölf Verwaltungsratsmitgliedern bereits ausgeschöpft. Zweitens muss sichergestellt sein, dass bis zum Ende dieser Suche keinen permanenter Verwaltungsratspräsident gewählt wird. Vielleicht könnte ja Sergio Marchionne das Präsidium für drei Monate interimistisch übernehmen.

Haben Sie keine Angst, dass Ihre Initiative eine derartige Dynamik entwickeln und die UBS in ihrem Lebensnerv getroffen werden könnte?

Die Unsicherheit innerhalb der UBS ist bereits heute extrem hoch. Leute aus dem Unternehmen haben auch schon mich angefragt, ob ich wisse, was gespielt wird, weil sie keine Antworten auf ihre Fragen bekamen. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir nicht für weitere Verunsicherung sorgen.

Warum sind sie da so sicher?

Wir sprechen nur aus, was viele Leute denken. Was soll falsch daran sein, wenn wir all diesen Leuten nun eine Stimme geben?


 

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Die Welt saniert die USA


focus.de

Die Amerikaner haben lange Jahre über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt zahlen Europa und Asien die Zeche. Der Dollarverfall ist der Beweis.

Ein Dollar ist gerade noch 66 Cent wert – oder umgekehrt, für einen Euro bekommen Europäer mittlerweile 1,50 Dollar. Das ist ein Rekordhoch. Vordergründig sind vor allem die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA und Aussagen von Donald Kohn, Vizechef der US-Notenbank Fed, schuld an dem erneuten Schwächeanfall des Greenback. Kohn warnte vor Wachstumsrisiken, was automatisch auf weitere Zinssenkungen der obersten Währungshüter schließen lässt.

Der tatsächliche Grund für den schleichenden Verfall der Leitwährung ist indirekt der überbordende Konsum der Amerikaner. Die Verbraucher sind die Hauptstütze der US-Wirtschaft, entsprechend konzentriert sich die Fürsorge von Notenbank und Regierung auf sie. Statt die Zinsen zu erhöhen, was angesichts einer steigenden Inflation – mittlerweile liegt sie bei mehr als vier Prozent – notwendig wäre, senkt die Fed die Leitsätze, um den Konsumenten die Rückzahlung ihrer Immobilienkredite zu erleichtern. Die Notenbank öffnete die Geldschleusen mit dem Effekt, dass der Dollar gegenüber anderen Währungen an Wert verlor. Von der Bush-Regierung bekommen die Bürger nun noch zusätzliche Milliarden, um die Konsumlaune aufzuhellen, obwohl der Staat bereits einen gigantischen Schuldenberg vor sich herschiebt.

Das Ausland zahlt die Zeche

Damit sanieren sich die USA auf Kosten anderer Volkswirtschaften, denn den Preis für den schwachen Dollar zahlen Europäer und Asiaten. Sie versorgen Amerika mit Spielzeug, Schuhen, Autos und Hightech im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar. Sinkt der Greenback, fallen ihre Erlöse in Landeswährung. Gleichen Sie diesen Preisrutsch durch Preiserhöhungen aus, stürzt die Nachfrage in den USA ab.

Um zu verhindern, dass der Dollar nicht noch weiter verfällt, müssen diese Nationen die Exporteinnahmen theoretisch wieder in Dollar reinvestieren oder als Devisenreserven bunkern. Das ist der Grund, warum etwa die chinesische Notenbank auf 1,5 Billionen Dollar Devisen sitzt. Einen großen Teil des Geldes investieren die Exportländer in Staatsanleihen oder Aktien. Sackt jedoch der Dollar dennoch ab, sind sie zum zweiten Mal die Dummen, denn auch ihre Devisenreserven verlieren dann an Wert.

Ein Teufelskreis droht: Verkauften die Exportnationen ihre Dollar-Investments im großen Stil, käme der Dollarkurs unter die Räder, was die Exportländer selbst am meisten träfe.

Der US-Industrie kommt ein schwacher Dollar dagegen höchst gelegen: Ohne eigene Anstrengungen sind ihre Produktionskosten bereits 2007 um mehr als zehn Prozent gefallen – weil der Dollar verfiel. Das macht die US-Konzerne wettbewerbsfähiger, da sie ihre Waren außerhalb der USA günstiger anbieten können. Europäische und asiatische Unternehmen müssen sich dagegen anstrengen, entweder kostengünstiger zu produzieren, was meist Stellenabbau bedeutet, oder sie müssen Abstriche beim Gewinn hinnehmen.

Die Druckerpresse läuft heiß

Die US-Notenbank weiß um das Dilemma – und lässt ihre Druckerpresse ungeniert weiter laufen, denn sie kann sicher sein, dass das überschüssige Geld von den Exportländern aufgesaugt wird. Jedes andere Land der Welt würde für eine solche Geldpolitik abgestraft, Amerika kann sich das aber leisten: Der Dollar ist trotz vieler Unkenrufe immer noch Leitwährung. Die meisten Öllieferungen werden nach wie vor in Dollar beglichen, zudem haben viele Staaten ihre Währung an den Dollar gekoppelt und sind somit gezwungen, den Greenback zu stützen.

Es scheint jedoch, dass Asiaten, aber auch einige Ölexporteure langsam umdenken. China will seine Devisenanlagen breiter streuen und dabei insbesondere den Euro berücksichtigen. Auch Länder wie der Iran oder Venezuela bevorzugen bei ihren Öllieferungen zusehends den stabileren Euro.

Die einzige tragfähige Lösung besteht darin, dass die USA anfangen, ihr ausuferndes Budgetdefizit einzudämmen und die Notenpresse langsamer laufen zu lassen. Viele Beobachter hoffen darauf, dass der nächste US-Präsident einen Kurswechsel in der Haushaltspolitik einleitet. Die drohende Rezession könnte solchen Hoffnungen jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Erlahmt das Wirtschaftswachstum und steigen die Arbeitslosenzahlen, werden US-Notenbank und Regierung wieder zuerst an ihre Konsumenten denken – ohne Rücksicht auf Europa und Asien.


 

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